Wer braucht eigentlich noch Berater, Trainer und Coaches?

Wer braucht eigentlich noch Berater, Trainer und Coaches?

Die vergangenen Jahre haben uns eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase beschert. Ganze
Branchen stehen unter Druck, Margen schrumpfen, Aufträge brechen weg. Und tatsächlich: Kein
Berater, kein Trainer und auch kein Coach kann Rezessionen verhindern. Diese nüchterne Erkenntnis
ist wichtig.

Noch kritischer wird es, wenn man einen Blick auf so manche Beratungs- und Trainingsangebote
wirft, die gerade in den sozialen Netzwerken kursieren. Da stellt sich durchaus die Frage: Mit welcher
Berechtigung und mit welcher Expertise treten hier eigentlich einige Anbieter auf?

Wer braucht eigentlich noch Berater, Trainer und Coaches? (Foto: Dylan Gillis/Unsplash)

Reicht das nicht alles langsam?

Wir sind inzwischen im fünften Jahr wirtschaftlicher Schwäche. Also: Braucht es in einer solchen Lage
überhaupt noch externe Berater, Trainer und Coaches? Die naheliegende Antwort scheint „Nein“ zu
lauten. Und doch ist es gerade umgekehrt.

Denn die erfolgreichsten Unternehmen investieren weiterhin in Beratungsleistungen, Trainings und
Coaching und zwar nicht, weil sie „zu viel Geld“ haben, sondern weil sie genau wissen: Nur durch
konsequente Weiterentwicklung lassen sich echte Wettbewerbsvorteile erzielen.

Oder, wie Albert Einstein es treffend formuliert hat:
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Sommer und Winter – und warum Vorbereitung zählt

In jeder Branche wechseln sich Sommer und Winter ab. Wer im Winter die richtigen Weichen stellt,
kann den kommenden Sommer umso besser nutzen. Die Unternehmen, die heute trotz widrigster
Rahmenbedingungen erfolgreich sind, zeichnen sich durch eines aus: Sie lassen externe Perspektiven
zu. Sie öffnen sich für neue Methoden und strukturieren ihre Prozesse, anstatt in alten Mustern zu
verharren.

Externer Blick: Gerade dort, wo es am meisten schmerzt

Auffällig ist: Gerade die Unternehmen, denen es aktuell besonders schlecht geht (die unter
Umsatzrückgängen, Margenverlusten und Markteinbußen leiden) sind es häufig, die am lautesten
gegen Beratungs- und Trainingsleistungen argumentieren. Dabei hätten gerade sie den externen
Blick am dringendsten nötig. Denn wer in der Krise nur mit den Mustern weitermacht, die zu den
heutigen Problemen geführt haben, verstärkt die Sackgasse. Auch hier gilt Einsteins Satz in aller
Klarheit: Ohne einen anderen Denkansatz gibt es keine neue Lösung.

Was die Praxis zeigt

Dass dies kein Wunschdenken ist, beweisen zahlreiche Beispiele aus der Industrie, dem technischen
Handel und dem Maschinenbau. Unternehmen wie Alfa Laval, econ solutions oder Schulte
Lagertechnik haben in der Krise mit Unterstützung externer Beratung ihre Prozesse neu ausgerichtet
und dabei nachweislich höhere Abschlussquoten, bessere Margen und deutlich motiviertere
Vertriebsteams erreicht.

Unsere Sammlung von elf Fallstudien zeigt sehr konkret:

  • wie durch strukturierte Prozesse weniger Angebote ins Leere laufen,
  • wie klare Leitfäden und systematische Nachverfolgung zu messbar mehr Abschlüssen führen,
  • und wie Unternehmen mit einem modernen Vertriebsansatz gestärkt aus der Schwächephase herausgehen
Hier geht es zu den Fallstudien

Fazit

Natürlich gibt es zweifelhafte Angebote im Markt. Aber eines ist ebenso klar: Wer externe Expertise
sorgfältig auswählt, erzielt einen Nutzen, der sich schnell amortisiert und zwar gerade in
schwierigen Zeiten. Erfolgreiche Unternehmen wissen: Rezessionen kann man nicht verhindern, wohl
aber die eigene Reaktion darauf systematisch verbessern.

Autor:

Ulrich Dietze – Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter der Deutschen Vertriebsberatung GmbH, Fördermitglied im Bundesverband der Vertriebsmanager

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